Die letzte Ruhestätte in einem blühenden Garten

Bestattungen in Memoriam-Gärten entsprechen dem Wunsch vieler Hinterbliebener: Die professionelle Pflege übernehmen Friedhofsgärtner

(GdF, März 2014) Memoriam-Gärten sind blühende Inseln der Ruhe, die es mittlerweile auf immer mehr Friedhöfen gibt. Eingebettet zwischen üppiger Pflanzenpracht findet man dort Urnen- und Erdbestattungsplätze, Einzelgräber oder Partnergräber. Anonyme Beisetzungen gibt es nicht: Die Namen der Verstorbenen werden auf kunstvollen Grabmalen verewigt. Schließlich heißt „in memoriam“ übersetzt „zur Erinnerung an…“. Und diese Botschaft ist den Friedhofsgärtnereien und Steinmetzen wichtig, die mit Kreativität und handwerklichem Geschick Memoriam-Gärten anlegen und mit Sorgfalt pflegen.

Preisgekröntes Konzept

2010 wurde der bundesweit erste Memoriam-Garten auf einem Duisburger Friedhof eröffnet. Noch im Laufe des Jahres 2015 wird der 40. Memoriam-Garten fertiggestellt. Entwickelt wurde das Erfolgskonzept bereits für die Bundesgartenschau 2009 in Schwerin, wo es mit dem Innovationspreis des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz ausgezeichnet wurde.

Friedhofsgärtner Manfred Freuken, der mit sechs weiteren Friedhofsgärtnereien zwei Memoriam-Gärten in Duisburg betreut, berichtet von einer hohen Nachfrage: „Wir haben den Memoriam-Garten auf unserem Duisburger Waldfriedhof bereits erweitert, weil sich immer mehr Menschen hier bestatten lassen möchten oder eine Grabstelle für sich und den Partner reservieren“, erklärt er. Durch die anspruchsvolle Gestaltung und professionelle Pflege wird ein Memoriam-Garten oft zum Blickfang auf dem Friedhof, denn Sitzgelegenheiten, Kunstgegenstände oder Wasserläufe sind oft Teil dieser Anlagen.

Die Grabpflege übernimmt der Friedhofsgärtner

Warum die Bestattung in einem „Garten auf dem Friedhof“ so positiv aufgenommen wird, beantwortet Birgit Ehlers-Ascherfeld, selbst Friedhofsgärtnerin und zugleich Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft deutscher Friedhofsgärtner (GdF) mbH: „Wir treffen damit den Nerv der Zeit. Denn gärtnerbetreute Grabanlagen wie der Memoriam-Garten orientieren sich an der Nachfrage. Die Menschen wünschen sich einen schön gestalteten und gepflegten Platz für ihre letzte Ruhestätte. Für viele Hinterbliebene ist es jedoch schwierig, sich um die Grabpflege zu kümmern. Die meisten Angehörigen wohnen weiter weg, sind beruflich voll ausgelastet oder körperlich nicht dazu in der Lage“, erklärt sie. Bei Memoriam-Gärten wird die Pflege dauerhaft von qualifizierten Friedhofsgärtnereien übernommen, da beim Erwerb einer Grabstelle automatisch der Dauergrabpflegevertrag enthalten ist.

Infokasten zu Memoriam-Gärten

Vorteile einer Bestattung im Memoriam-Garten
Memoriam-Gärten werden in Verbindung mit einer Dauergrabpflege angeboten. Strenge Richtlinien sorgen für ein Höchstmaß an Sicherheit, denn dass die vereinbarten und bezahlten Leistungen auch professionell ausgeführt werden, wird von Grabkontrolleuren sichergestellt. Weitere Informationen zu Memoriam-Gärten und eine Übersicht der Standorte gibt es im Internet: www.memoriam-garten.de

Interview mit der Aufsichtsratsvorsitzenden Birgit Ehlers-Ascherfeld

Birgit Ehlers-Ascherfeld ist Aufsichtsratsvorsitzende der Gesellschaft deutscher Friedhofsgärtner mbH und Friedhofsgärtnerin in Langenhagen. An der Entwicklung des Konzeptes „Memoriam-Gärten“ war sie maßgeblich beteiligt.

Wie profitieren Kommunen durch Memoriam-Gärten?

Birgit Ehlers-Ascherfeld: Sie sparen Geld. Zum einen sind Memoriam-Gärten eine Einnahmequelle, weil die Kommunen über die Gebühren Einnahmen generieren. Außerdem entsteht ihnen keine Arbeit, da die Pflege der Anlage von qualifizierten Friedhofsgärtnereien ausgeführt wird. Für diese Leistung entstehen den Kommunen keine Kosten. Die Flächen sind stets gepflegt, was die Friedhöfe aufwertet. Da die Größe eines Memoriam-Gartens variabel ist, werden Leerflächen, egal ob groß oder klein, sinnvoll genutzt. Die Kommunen behalten selbstverständlich ihre hoheitlichen Rechte und die Gebührenordnung.

Was spricht noch für das Konzept „Memoriam-Garten“?

Birgit Ehlers-Ascherfeld: Unser Konzept ist erprobt. Und die Ausführenden, also wir Friedhofsgärtner, sind kreative, verlässliche Handwerker. Hinzu kommt, dass wir durch unsere Vertragsgestaltung über die Treuhandstellen die Dauergrabpflege über die gesamte Laufzeit gewährleisten können. Die jeweilige friedhofsgärtnerische Treuhandstelle verwaltet das Geld und zahlt dieses jährlich an die Friedhofsgärtnereien aus. Wir betreiben außerdem eine äußerst erfolgreiche Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, und Richtlinien garantieren die Qualität der Gestaltung.

 

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Weitere Informationen und Pressekontakt bei:

Gesellschaft deutscher Friedhofsgärtner mbH
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